Das Boot - Teil 3 6. April 2009

Dank einer grossen Portion Glück sind wir dem Bootskauf ein ganzes Stück näher gekommen. Folgendes ist geschehen:

Dominique, die wir am ersten Abend auf dem Loop getroffen haben, hat den Loop in die entgegengesetzte Richtung gemacht. Unser erster Abend war ihr letzter Abend.

Während wir am zweiten Tag Richtung Kong Lor Höhle fuhren, machte sie sich auf den Weg zurück nach Thakek und von dort aus mit dem Bus nach Savannakhet. In Savannakhet traf sie auf die Leute, denen sie und ihre Freunde etwa 10 Tage zuvor das Boot verkauft hatten. Diese Leute waren 3 Tage auf dem Mekong unterwegs und haben danach eine Woche lang erfolglos versucht, das Boot in Savannakhet zu verkaufen.

Dominique wusste, dass wir interesse haben, das Boot zu kaufen, hatte aber unsere Kontaktinformationen nicht. Sie erinnerte sich aber, wie wir erwähnten, mit Chris telefoniert zu haben, und so hat sie sich von Chris in Vientiane die Telefonnummer von Tero geben lassen.

Am nächsten Tag gegen Mittag kamen wir in Savannakhet an und trafen die aktuellen Besitzer, zwei Deutsche. Nach einer Probefahrt entschieden wir uns, das Boot zu kaufen. Das Boot wird von Backpacker zu Backpacker weitergereicht zu einem konstanten Preis von 500 Dollar.

Die Legende

Auf der Strasse trafen wir auf Dominique, deren komplettes Gepäck gestohlen wurde. Sie hatte nichtmal mehr eine Bankkarte, war gestrandet und wartete auf Geld, das per Western Union von ihrer Familie kommen sollte.

Im Guesthouse bekamen wir das Logbuch der Pohoda. Ein schwarzes A5 Notizbuch mit Piraten-Totenköpfen auf dem Umschlag. Über dieses Buch werde ich zu einem anderen Zeitpunkt schreiben.

Dominique und die Deutschen halfen uns, alle nötigen Einkäufe für das Boot zu erledigen. Ich kaufte mir als erstes ein blumiges Hemd, Hosen mit Totenköpfen drauf und einen bescheuerten Hut.

Ein frischgebackener Bootsbesitzer

Dann standen ernsthaftere Einkäufe auf dem Plan. Auf dem Nachtmarkt wollten wir Lebensmittel, Wasser und sonstigen Krempel besorgen. Da wir aber eine etwas verschlafene Truppe waren, endeten wir stattdessen in einem Restaurant, feierten Joshs Geburtstag und verschoben die Einkäufe auf den nächsten Tag. Wir realisierten, dass sich unser Start um einen Tag verzögern würde, nur weil wir ein unorganisierter Haufen waren. Dem Boot fehlten ausserdem noch Werkzeuge und der Benzinkanister. Jemand hat die Sachen gestohlen.

Der Markt - ein Labyrinth

Auf dem Markt haben wir dann die meisten benötigten Sachen gefunden, die Suche nach dem Benzinkanister gestaltete sich schwieriger und Josh und ich wollten ausserdem noch Lastwagenreifeninnenschläuche kaufen gehen, die zusammen mit einem Seil und einem motorisierten Boot viel Spass versprachen.

Serious business.

Als wir mit dem Tuktuk unterwegs zurück zum Guesthouse waren, zerplatzte der Schlauch mit einem lauten Knall und wir bekamen für etwas Aufpreis dafür 2 neue. Mit einem aufblasbaren Schwan und einem aufblasbaren Hello Kitty wollten wir eine Galeonsfigur basteln, aber auch denen ging die Luft aus.

Die Galeonsfigur die niemals war

Am Abend des zweiten Tages in Savannakhet waren alle Einkäufe erledigt. Wir waren bereit für den Start am nächsten Morgen.

Dann kam der Hund.

Fortsetzung folgt…



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Über den Autor

Claudio M. Mettler

Mein Name ist Claudio M. Mettler. Ich bin 26 Jahre alt.

Seit Dezember 08 bin ich auf Reisen und möchte nicht mehr zurück ins normale Leben.

Hier dokumentiere ich meine Abenteuer und den Reisealltag.

Mein Zuhause im Cyberspace ist Ponyfleisch.ch