Das Boot – Teil 7 April 6th, 2009
Nachdem wir genügend geflucht hatten, war es Zeit für Plan B.
Wir weckten die restlichen Leute auf und begannen, die wichtigsten Sachen zu packen. Josh verstärkte die Bootsverankerung und der Rest der Leute räumten das Camp etwas auf. Nach etwa fünf Minuten waren wir alle mit minimalem Gepäck bereit. Ich hatte meinen kleinen Rucksack an und einen halbvollen Wasserkanister in der Hand.
Wir liefen die 500 Meter den Strand entlang und den Hang hinauf und fanden eine kleine Hütte mit drei Wänden, einem Wellblechdach und Bänken an den Wänden und liessen uns nieder.

Unterschlupf
Etwa eine halbe Minute nachdem wir unter dem Dach waren fing es an zu Regnen. Ein paar Minuten später folgten die Blitze, von denen einer irgendwo am Strand einschlug. Ausserhalb der Hütte sahen wir zwei Hunde, die knurrten und bellten und aus der Distanz bedrohlich aussahen. Wir blieben also in der Hütte und warteten.
Das Gewitter war brutal und wir befürchteten, dass die Verankerung des Bootes nicht hielt, da diese eigentlich nur aus einem in den Sand gesteckten Bambusstab bestand. Nach etwa zwei Stunden hörte der Regen auf und die Morgendämmerung begann. Wir sahen die ersten Menschen herumlaufen und mit den Hunden spielen. Bei Tageslicht waren die Hunde zwei süsse, kleine, verspielte Tiere und wir lachten uns selber aus, weil Josh zwei Stunden lang mit einem langen Holzstock in der Hand die Hunde beobachtet hat.
Etwas später kam dann auch der Dorfpolizist vorbei und erklärte uns, dass unser Unterschlupf ein Polizeicheckpunkt ist. Wir erinnerten uns daran, dass wir uns ohne Visum in Thailand aufhielten und gingen an den Strand zurück.
Das Boot war zum Glück noch da und auch das Camp sah verhältnismässig gut aus. Um gegen 6 Uhr morgens sprang nach etwas Zauberei von Tero der Bootsmotor wieder an und wir fuhren weiter.
Fortsetzung folgt…