Das Boot - Teil 9 7. April 2009
Nach einer Nacht in einem Guesthouse gingen wir am Morgen zurück zum Boot und assen Frühstück in einem Restaurant, das sich am Mekong, neben unserem Boot, befand.
Ich ass immer noch nichts, fühlte mich aber mehr oder weniger in Ordnung und habe entschieden, mit den anderen in den Süden zu gehen.

Eine Nudelsuppe bitte.
Während dem Frühstück stand Josh auf und versuchte sein Bestes.
“Does anyone here want to buy a boat?”
Die Besitzerin des Restaurantes biss an. Welches Boot, fragte sie, und zusammen mit drei Männern führten wir sie zum Boot. Das Boot an sich war nicht mehr im allerbesten Zustand. Es hatte diverse Lecks und der Steuermann musste regelmässig mit einem grossen Becher das Wasser aus dem Boot befördern. Der Motor aber war relativ neu und in gutem Zustand.
Die Männer inspizierten das Boot und wir gingen zurück ins Restaurant für die Verhandlungen.
Die Frau bot uns 5000 Baht. In Laos werden grössere Geschäfte nicht in Kip, sondern in thailändischen Baht abgeschlossen.
Wir nahmen eine Flasche Whiskey, stellten sie auf den Tisch und meinten: “5000 Baht and this bottle of Whiskey!”
“4000 Baht and Whiskey”
Nach weiteren 15 Minuten Verhandlung war das Angebot folgendermassen:
- 2 Flaschen Whiskey
- 24 Dosen Beerlao
- 3 dl gesüsste Sojamilch
- Eine Stange Zigaretten
- 4000 Thai Baht
DEAL.

Wir haben soeben ein Boot während dem Frühstück gegen etwas Bier und Whiskey getauscht.
Das Geschäft war für beide gut. Wir wollten nicht mehr als das Boot loswerden, und die Frau hat ein Boot zu einem unschlagbaren Preis erhalten. Was sie nicht wusste war, dass wir bereit gewesen wären, ihr das Boot zu schenken, hätte sie uns kein Angebot gemacht.
Von den 125 Dollar, die ich in das Boot investiert habe, bekam ich knapp 30 Dollar zurück. Dafür habe ich aber eine Woche günstig gelebt.
Leider haben wir damit die Tradition der Pohoda beendet. Mit der nahenden Regenzeit, den häufiger werdenden Gewittern und den immer zahlreicheren und grösseren Lecks in der Bootshülle war das Ende der Pohoda aber sowieso absehbar. Wir haben das Buch mitgenommen um es den ursprünglichen Besitzern zukommen zu lassen.
Zwei Stunden später sassen wir im Bus Richtung Süden, wo wir für 3 Tage die üblichen, unspektakulären Backpacker-Dinge machten, ehe sich Josh, Tero und Dominique nach Cambodia aufmachten und ich mit dem Bus nach Bangkok ging.
7. April 2009 um 16:12 Uhr
die story ist ZU GEIL
well then…
Rosses Abenteuer im Urwald erleben [X]
7. April 2009 um 17:36 Uhr
würkli geil!
merci fürs blogge, so chömmer üs au es bitz abentüürlich füühle
8. April 2009 um 17:29 Uhr
Haha, supergeil die Bootstory!
9. April 2009 um 16:52 Uhr
hammer - was für erlebnisse!
ich hätte ja ziemlich schiss…