Erkenntnis des Tages 23. Juli 2009

On the road. Wie lange wohl noch?

Nachdem meine Schlafzeiten definitiv aus dem Ruder gelaufen sind, entschied ich mich, das zu korrigieren, indem ich 28 Stunden am Stück wach bleibe. Die Aktion verlief wie geplant und ich bin gestern um etwa 22 Uhr todmüde schlafen gegangen und heute um 9:30 Uhr fit wie ein Turnschuh aus dem Bett gehüpft.

Zur Belohnung mietete ich einen Roller, kramte meine Touristenkarte der Insel hervor und fuhr im Uhrzeigersinn um die Insel.

So ein Ausflug ist eine gute Gelegenheit, vor sich hinzuphilosophieren während die Landschaft an einem vorbeizieht. Und der Moment war gut für ein bisschen Reflektion.

Die Sache ist die: Es könnte sein dass ich es hinkriege, mehr Geld zu verdienen als ich ausgebe. Während dem Reisen. Ich habe auf dieser Reise bereits mehr Geld ausgegeben, als ich Anfangs auf der Seite hatte, und zwar weil ich welches verdient habe unterwegs. Ich bin Webentwickler. Mein Arbeitsinstrument ist ein Computer und mein Arbeitsumfeld ist überall, wo eine Internetleitung hinführt.

Zeit für eine kleine Bilderpause.

So. Was heisst das jetzt also? Ich bin ein Vagabund. Ein Digitaler Vagabund, genauer gesagt, was mittlerweile ja ein etablierter Begriff ist. Meine weltweite Rumtreiberei ist von der Lebenspause zum Lebensstil geworden. Finanziell selbsttragend. Gezwungenermassen, ja, aber auch zu meiner Freude. Es würde sich für mich nicht gut anfühlen, hart erspartes Geld auf einer so langen Reise zu verprassen, und nicht zu Arbeiten wird auf Dauer auch langweilig. Jetzt habe ich eine Herausforderung.

Ob das mit der Vagabundiererei auf Dauer klappt, kann ich jetzt noch nicht sagen. Vieles sieht aber gut aus. Wie lange ich das machen will weiss ich noch nicht. Vielleicht bin ich also doch Ende des Jahres wieder in der Schweiz. Vielleicht aber auch nicht. Versprechen gibts keine, weil ich eben genau diese Freiheit haben will: Ich mache was ich will und was im Moment richtig erscheint, nicht was mir eine in der Vergangenheit gefällte Entscheidung diktiert.

So. Und Übermorgen gehts weiter. Ich muss nur noch herausfinden, wohin.



4 Kommentare zu „Erkenntnis des Tages“

  1. blogreader sagt:

    Hi,

    habe deine seite heute zufälligerweise entdeckt und wollte dir sagen, das ich deine weltreise richtig klasse finde. Ich könnte es wahrscheinlich nicht machen, aber echt hut abvor dir.
    Ich habe bisher nur die letzen paar einträge gelesen, darum würde ich gerne wissen was das seltsamste war das du bisher erlebt hast, Essen oder Situation?

    Hast du dich mal zurück in die schweiz gewünscht? oder falls du weiterhin genug geld hast, wie lang willst du das ganze durch ziehen?

    Ich wünsch dir weiterhin alles gute und viel glück auf deinen Reisen.

    lg blogreader

  2. Claudio sagt:

    Hallo! Merci für den Kommentar.

    Das seltsamste… da fallen mir auf Anhieb einige Geschichten ein, davon kann ich aber nicht alle hier schreiben. Ich überleg mir mal en Liste und schreibe wahrscheinlich einen eigenen Eintrag dazu.

    Natürlich wünsche ich mich manchmal zurück in die Schweiz, da gabs ja auch tolles zu erleben und Leute mit denen ich Spass hatte. Besonders wenn ich hier - wie jetzt grade - eine kleine Pause einlege und nicht gross unterwegs bin. Da bietet ein Abend im Provinzkaff St. Gallen mehr Unterhaltung.

    Wie lange ich das durchziehen will weiss ich ja eben nicht. Liegt irgendwo zwischen mehrere Monate und mehrere Jahre :)

  3. Patrizio Prezzo sagt:

    Mal schon überlegt vor Ort, Geld zu verdienen, resp. nicht Geld aber Leistung?

    So im Sinne von: Liebes Hostel, ich bin ein reisender Digital-Vagabund mit der Sichtweise eines Toursiten. Deine Website ist ja sooooowas von schlecht, lass mich hier gratis wohnen und fütter mich und ich baue Dir was richtig tolles zusammen, das andere Touris dann auch gut finden, evtl. sogar mehrsprachig.

    Und nachdem Du das 1-2 mal gemacht hast, hast Du für die nächsten Hostels bereits coole Referenzen. ;-) und für Dich wirds einfacher weil copy, paste …

    Any thoughts?

  4. Claudio sagt:

    ja, das habe ich mir tatsächlich überlegt, und z.b. den mädels im habitat hostel singapur per twitter vorgeschlagen (waren voll für juli, meinten evtl august).

    ich habs bisher einfach noch nicht all zu oft versucht.

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Über den Autor

Claudio M. Mettler

Mein Name ist Claudio M. Mettler. Ich bin 26 Jahre alt.

Seit Dezember 08 bin ich auf Reisen und möchte nicht mehr zurück ins normale Leben.

Hier dokumentiere ich meine Abenteuer und den Reisealltag.

Mein Zuhause im Cyberspace ist Ponyfleisch.ch