Weiter gehts mit Japan 11. Juli 2009

Shibuya, Tokyo.
Meine Unterkunftsfreie Nacht habe ich in Shibuya verbracht. Stundenlang bin ich durch die Strassen gewandert, habe Leute beobachtet, in Restaurants reingespäht und ambitionierte “Masseusen” abgewimmelt.
Ein paar Meter von der Metro Station entfernt finden man einige Strässchen an einem Hügel in denen es viele Love Hotels hat. Dort gehen Japaner hin, wenn Sie es mal wieder so richtig krachen lassen wollen, dafür die Wände Zuhause aber zu dünn sind oder die Ehefrau zu langweilig ist. Die Versuchung, den Paaren in diesen Strassen den wissenden Blick zuzuwerfen ist gross, ich konnte aber widerstehen.

Spät in der Nacht entschied ich mich, nochmals ein Internetkaffee aufzusuchen um einen grossen Sessel, Maissuppe und Schokoladenmilch zu geniessen. Früh morgens stand ich wieder müde auf der Strasse und irrte weiter herum. Einmal wollte ich mit der Metro nach Asakusa fahren, bin aber eingeschlafen und prompt wieder zurück nach Shibuya gefahren. Nicht weiter schlimm: Metroschlafen ist ein authentisches Japan-Abenteuer. Um 15 Uhr konnte ich dann im Hostel in Asakusa einchecken und schlief ein wenig. Am Abend ging ich nicht raus.
Am nächsten Tag musste ich schon wieder eine neue Unterkunft finden, habe aber den Brä wieder gefunden, der in einem anderen Hostel in Asakusa Platz gefunden hat. Ich ging auch da hin.
Brä ging am nächsten Tag mit dem Zug weiter, um mehr von Japan zu sehen. Ich wäre gerne mit, habe aber aus Kostengründen entschieden, in Tokyo zu bleiben und absolut nichts zu machen.

Spaziergänge sind kostenlos, auch in Tokyo.
Die Sache ist die: Meine finanzielle Lage war mittlerweile eher schlecht und obwohl ich in den paar Wochen zuvor ab und zu etwas Arbeit aus der Schweiz bekommen habe, welche ich in einem Restaurant oder Hostel am Computer erledigen konnte, nahm der Kontostand stetig ab. Weitere Arbeit war zwar in Aussicht, aber noch nicht bestätigt.