Und wieder Thailand 12. Juli 2009

Ko Phi Phi, Thailand. Für eine Modelkarriere fehlt mir das Gespür für richtiges Timing.
Nach einem Tag zurück in Patong machte ich mich auf den Weg nach Ko Phi Phi, einer Gruppe von Inseln, von denen eine bekannt ist als der Drehort von “The Beach”. Das Buch und auch der Film haben Kultstatus unter Backpackern.
Wenn man vom Fährterminal mit Rucksack beladen durch die Gässchen von Ko Phi Phi marschiert, fällt einem vorallem eines auf: Hier gibt es nur Tauchschulen. Die haben alle ihre offenen Büros an der Strasse und sind mit Westlern bestückt, welche vorbeigehende Backpacker zu Tauchkursen anwerben wollen.

Auf diesem Bild verstecken sich zwölf Millionen Tauchschulen.
Tauchen wollte ich mir nicht leisten, aber mit einem Taxi-Boot zur Nachbarinsel Ko Phi Phi Leh um ein wenig zu Schnorcheln, das gönnte ich mir. Schnorcheln ist ein unheimlich witziges Wort. Schnorcheln. Schnorcheln. Schnorcheln.

Dress to impress. Ich und mein Schnorchel.
Mir gefiel das Schnorcheln. Und Ko Phi Phi Leh ist ein Schnorchelparadies. Ich schnorchelte durch Fischschwärme, die sich durch die Anwesenheit eines Schnorchlers nicht aus der Ruhe bringen lassen. Später las ich im Internet, dass einige dieser Fische auch mal zubeissen, aber das wusste ich zum Schnorchelzeitpunkt noch nicht.



Ausserdem zu Empfehlen ist das Essen auf Ko Phi Phi. Ich hatte dort das beste Thai Essen zu fairen Preisen. Schön war auch der Spaziergang zu den Aussichtspunkten für schöne Fotos und etwas körperliche Ertüchtigung.
Nachtleben gibt es auch auf der Insel, zum einen in normalen Bars und Clubs in den Gässchen, aber auch am Strand, komplett mit Leuten welche brennende Sachen durch die Luft werfen.
Nach einer Woche Ko Phi Phi ging ich wieder zurück nach Patong für einen Tag.

Der Carrefour im Jungceylon Einkaufszentrum hat eine grosse Auswahl an Früchten.
Bei einem Spaziergang am Strand in Patong hat mich dann ein wunderschöner Wassertöff angelächelt und sein Besitzer meinte, er würde ihn mir gerne vermieten. Ich hatte etwa 15 Fr. dabei, worauf der Besitzer meinte, dafür könne ich ihn 10 Minuten haben. Ich sagte zu, wurde mit einer Schwimmweste ausgestattet und war kurze Zeit später auf dem Töff sitzend im Wasser.
Meine ersten zwei Versuche, die an diesem Tag besonders hohen Wellen zu überwinden, um weiter weg vom Strand zu kommen, schlugen fehl, weil ich ganz einfach zuwenig Mut hatte, das nötige zu tun. Der Besitzer zog eine Schwimmweste an, kam ins Wasser, setzte sich hinter mich auf den Töff, packte die Lenkstange und steuerte mit Vollgas direkt auf eine nahende Welle zu. Der Töff flog durch die Luft und ich kreischte wie ein kleines Mädchen. So geht das also. Ich übernahm wieder die Kontrolle über den Wassertöff und steuerte mit Vollgas auf die nächste Welle zu. Wir kreischten beide wie kleine Mädchen. Nach der dritten Welle sass der Vermieter nicht mehr auf dem Sitz des Töffs, sondern dahinter.
Als wir nach 10 Minuten wieder am Strand waren, lachten wir uns gegenseitig aus und ich küsste den Sand.
Ich entschied mich, am nächsten Tag Thailand wieder zu verlassen. Hier ist es zu bequem und zu einfach, Geld auszugeben.