Singapur, wiedermal 21. Oktober 2009

Ich habe keine Ahnung wieso, aber das Ding reiert permanent ins Meer. Eigentlich heisst der "Merlion", ich finde aber "giant puking lion" passender.

Die nichtmal drei Tage, die ich im April in Singapur verbracht habe, waren eindeutig zuwenig, und so entschied ich mich, da nochmals hinzugehen. Wie sich im Nachhinein herausstellte für 2 Wochen.

Der Flug von Langkawi nach Singapur mit Air Asia kostete etwa 70 Fr.

In Singapur habe ich mich erneut im Habitat Hostel von Cheryl und Mag niedergelassen. Sebastian aus Deutschland, den ich in Vietnam kennengelernt habe, war zum selben Zeitpunkt in Singapur, und so entschieden wir uns, Shoppen (Hemd, neue Digitalkamera, Socken) und ein Bier trinken (Clarke Quay) zu gehen.

Das Hemd kostete etwa gleichviel wie das Bier.

Ausgehen in Singapur kann ganz schön teuer werden. Das hält aber nicht alle davon ab, sich gehörig vollaufen zu lassen, wie ich feststellen musste.

Der hier zum Beispiel, der muss Steinreich sein.

In einem Club namens “The Rupee Room” stand ich später gemütlich vor dem Pissoir als ein grosser, langhaariger Inder in die Toilette stolperte und mir auf den Schuh kotzte. Wir haben beide so getan, als sei nichts passiert.

Als ich spätnachts/frühmorgens zurück ins Hostel ging, traf ich Mag auf der Veranda. Sie malte einen etwa 50×50x50cm grossen Kartonwürfel mit roter Farbe an. Ich fragte sie, wieso sie um 5 Uhr morgens auf ihrer Veranda einen Würfel anmalt, und sie meinte, das sei für die Hochzeit einer Freundin. Ich habe ihr versucht zu helfen, und gemeinsam haben wir es geschafft, nicht nur den Würfel rot anzumalen, sondern auch die Veranda, die Strasse und mein Hemd. Das Hemd habe ich später mit einem schwarzen Permanentmarker wieder in Ordnung gebracht.

Mit Leuten, die ich im Hostel kennengelernt habe, ginge ich die nächsten zwei Wochen Essen, Trinken, Sightseen und das Formel 1 Nachtrennen anschauen, wenn auch nur von ausserhalb des abgesperrten Bereiches.

Die Rennstrecke des Formel 1 Nachtrennens war in den Tagen vor dem Rennen zu Fuss begehbar. Während dem Rennen konnte man immernoch sehr nahe an die Strecke, auch ohne Eintrittskarte, aber an den Absperrungen waren Sichtschutze montiert.

Singapur fasziniert mich. Wer schon einmal da war, versteht was ich meine. Alles scheint perfekt organisiert, reglementiert und kontrolliert zu sein. Ein Stadtstaat, der nicht regiert, sondern managed wird. Singapur hat ausserdem eines der höchsten pro-Kopf-Bruttoinlandprodukten (kaufkraftbereinigt) der Welt. Eine kleine Luxusinsel mitten in Südostasien. Westlicher Kapitalismus mit asiatischen Einflüssen. Keine freie Presse, eine ein-Parteien-Diktatur, Todesstrafe für Drogenschmuggel, Prügelstrafe für Vandalismus. Etwas merkwürdig, ungewohnt, unheimlich, aber höchst effizient. Sicher, sauber, ruhig, aber trotzdem städtisch.

Nach zwei Wochen Singapur mit vielen neuen Bekanntschaften und Erinnerungen habe ich mir ein Flugticket nach Kuala Lumpur gekauft.



Kommentieren


Über den Autor

Claudio M. Mettler

Mein Name ist Claudio M. Mettler. Ich bin 26 Jahre alt.

Seit Dezember 08 bin ich auf Reisen und möchte nicht mehr zurück ins normale Leben.

Hier dokumentiere ich meine Abenteuer und den Reisealltag.

Mein Zuhause im Cyberspace ist Ponyfleisch.ch